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Tuesday, July 10. 2007Moko, Moko, Moko
Vergesst das iPhone, endlich kommt mit dem OpenMoko Neo1973 ein Linux-basierendes Handy. Hier schon einmal ein Ausblick auf das, was uns erwartet:
Ich muss mich nur noch entscheiden, ob ich jetzt schon bestellen möchte oder noch bis Oktober warte, wenn die nächste Version mit WLAN kommt. Schön ist, dass Michael Lauer auf der FrOSCon einen Vortrag über das OpenMoko-Projekt halten wird. Saturday, October 7. 2006Träumen...
Vier Reihen Lotto: 5.00 Euro
Eis & Espresso beim Italiener: 5.30 Euro Eine Stunde intensives Tagträumen: Unbezahlbar Und ich glaube das ist der eigentliche Sinn und Zweck vom Lottospielen. Sich intensiv und ungehemmt den absurdesten Tagträumereien hingeben zu können, sich zu überlegen was für unsinnige Sachen man sich kaufen könnte, welches Auto man aus welchem Grund kaufen würde, wo man am liebsten Wohnen würde, wem man am liebsten eine Freude machen würde... Ach herrlich, mir gehts wirklich gut Sollte dieses Blog heute gegen 21.00 Uhr mit Blatt-Gold-Verzierungen ausgestattet sein dürft ihr gratulieren, wenn nicht ists auch nicht schlimm. Falls ich gewinnen sollte, gilt mein Dank folgendem Ruby-Einzeiler der so nett war mit die Gewinnzahlen zu verraten: ruby -e "lotto=[];while lotto.size<6;r=rand(49)+1;lotto << r if (lotto.index(r)).nil?;end;puts lotto.sort"
Wednesday, October 4. 2006GMX-Login mit Curl
GMX war so nett und hat meinen E-Mail Account inaktiv geschaltet.
Warum? Weil ich mich 180 Tage nicht auf deren Seite eingeloggt hatte. Eigentlich auch unnötig mich dort einzuloggen, ich habe ja eine E-Mail-Weiterleitung konfiguriert. Woran merkt man, dass sein GMX-Account nicht mehr funktioniert? Tja, wohl durch die geringere Anzahl an Spam die einen heimsucht, aber das geht im normalen Rauschen unter. Ich habs gemerkt weil ich deshalb beinahe mein Klassentreffen verpasst hätte (ja es ist soweit, das erste Klassentreffen - "Mein Auto, Mein Haus, Meine Geliebte blah... blah..."). Damit mir das nicht nochmal passiert hab ich kurzerhand einen Cronjob eingerichtet, der einmal im Monat einen Login bei GMX durchführt: curl --stderr /dev/null -A "Mozilla 4.0" -e "http://service.gmx.net/de/cgi/login" `curl --stderr /dev/null -A "Mozilla 4.0" -d 'AREA=1' -d 'EXT=' -d 'EXT2=' -d "id=<GMX-ID>" -d "p=<PASSWORT>" -e 'http://www.gmx.net/de/dienst/' https://service.gmx.net/de/cgi/login | ruby -ne 's=$1 if $_=~/a href="(.*)"/ ; END {puts s}'` > /dev/null<GMX-ID> und <PASSWORT> müssen durch passende Werte ersetzt werden. Wird als GMX-ID die E-Mail Adresse genutzt ist darauf zu achten, dass diese URL-Kodiert vorliegt (hans@gmx.de -> hans%40gmx.de). Ein bisschen Curl- und Ruby-Magie und verpasste Klassentreffen gehören der Vergangenheit an. Sunday, October 1. 2006Rails Recipes
Titel: Rails Recipes
Author: Chad Fowler Verlag: The Pragmatic Programmers ISBN: 0-9776166-0-6 Preis: 32.00 Euro "Seventy real-world recipes with one simple purpose. To help you deliver stunning Ruby on Rails applications - quicker and easier." Und dieses Buch hält, was der Klappentext verspricht. Rails Recipes richtet sich an Programmierer, die schon ihre Erfahrungen mit Rails gemacht haben. Für Einsteiger in die Thematik Webentwicklung mit Ruby on Rails ist dieses Buch eher weniger geeignet, Einsteigern würde ich eher das englische Standardwerk Agile Web Development with Ruby on Rails empfehlen, das hoffentlich bald in der aktualisierten 2. Auflage erscheint. Ansonsten ist dieses Buch vom Entwickler der erfolgreich das erste Rails-Projekt abgeschlossen hat bis hin zum professionellen Rails-Entwickler geeignet - Aha-Effekte sind garantiert. In Rails Recipes werden 70 Rezepte in 19 Kategorien (von Ajax über Configuratin und Databases bis hin zur Kategorie XML) beschrieben. Jedes Rezept ist in sich abgeschlossen und in drei Bereiche unterteilt. Nach einer kurzen Beschreibung der Problemstellung werden eine oder mehrere Lösungen aufgezeigt und diese im Anschluss diskutiert. Oftmals werden für komplexe Probleme ganz einfache Lösungen präsentiert, so dass ich mehrfach dachte "Wow, cool, so einfach ist das" - wenn man für eine Aufgabenstellung das passende Rezept findet spart man sich viel Arbeit. Beispiele dafür sind In-Place Edits oder das Taggen von Content, was sich ja in der Web 2.0 Community großer Beliebtheit erfreut. Ein Grund warum die Rezepte so treffend "echte" Aufgaben beschreiben und diese elegant und einfach lösen ist wohl darin begründet, dass viele Rezepte in Zusammenarbeit von Chad Fowler und verschiedenen Core Developern von Rails entstanden sind. Ein weiterer Grund ist leider die Dokumentation von Rails, die in manchen Bereichen noch etwas schmal ausfällt. Rails Recipes füllt somit auch zum Teil die Lücke in der Dokumentation von Features aus Rails 1.1, welche nicht mehr im oben erwähnten Standardwerk beschrieben sind. Rails Recipes ist in einem lockeren Englisch verfasst, das sich gut lesen lässt. Ein einziger Kritikpunkt fällt mir ein - es hätten mehr Rezepte sein können, aber dafür gibt es ab Dezember die Fortsetzung More Rails Recipes. Mir hat das Buch gefallen, ich habe einiges gelernt, ich habe mich oft gefreut, das mit wenige Aufwand komplexe Probleme lösbar sind - alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen. Saturday, September 16. 2006Lernen, lernen, lernen
Der Klausurstress wird akut, Clubmate ist keine vorhanden (dafür Red Bull als Ersatzkoffeeinspender) und trotzdem bin ich nur Phasenweise wirklich produktiv.
Wer das kennt, wird sich über folgendes freuen: Tales of Mere Existence: Procrastination by Lev via Tonabnehmer Sunday, August 6. 2006Lehmote hat ausgedient
Mein kleines Tool Lehmote zur Fernsteuerung meines Linux-Rechners über ein Bluetooth-Handy ist obsolete.
Mein neues Handy, das W810i von SonyEricsson (mit dem ich überaus zufrieden bin) unterstützt auch das Bluetooth-HID Profil. Damit kann es als Bluetooth-Eingabegerät verwendet werden. Und das ganze funktioniert selbst unter Linux so unglaublich einfach, dass alleine dieses Feature den Neuerwerb des Mobiltelefons rechtfertigt. Unter Ubuntu Dapper muss lediglich die Datei /etc/default/bluez-util angepasst werden. Dort sind zwei Zeilen zu ändern: HIDD_ENABLED=1 HIDD_OPTIONS="--master --server -D -Z" Wichtig sind bei den HIDD-Options die Parameter -D und -Z für Handys von SonyEricsson. Die bluez-utils sind im Anschluss noch neu zu starten, dann steht der Nutzung des Handys als Eingabegerät nichts mehr im Wege. Auf dem Handy findet sich die Fernbedienung in Menü / Unterhaltung / Fernbedienung. Nach der Auswahl des Geräts, was ferngesteuert werden soll stehen drei vorinstallierte Eingabeprofile zur Steurung des Desktops, des Mediaplayers und eines Präsentationsprogrammes zur Verfügung. Ein solches Eingabeprofil kann auch selbst erstellt werden, es besteht aus einem Tar-File in dem eine XML-Datei und eine Grafik liegt. Die XML-Datei enthält das Mapping zwischen Handy-Taste und dem Keyevent welches ausgelöst werden soll. Die Grafik kann dazu genutzt werden, das Mapping auf dem Handy grafisch darzustellen. Also eigentlich recht wenig Magie hinter der ganzen Geschichte. Es stehen auch schon Profile für Linux zur Verfügung, so zum Beispiel für MPlayer, Totem oder Amarok. Weitere Informationen gibt es auf der Developer-Seiten von SonyEricsson. Ich denke, alleine diese Feature sollte für die Liebhaber altertümlicher Handyknochen ("ich brauche doch keine Kamera am Handy...") Grund genug sein, der neusten Handygeneration eine Chance zu geben. Sunday, August 6. 2006Fremdgehen...
Manchmal kann es ja den eigenen Horizont etwas erweitern, wenn man fremd geht.
Deswegen und weil ich urlaubsbedingt jetzt schon fast vier Wochen Nerd-Abstinent war habe ich ein Treffen der lokalen Lug besucht. Also haben Phil und ich den Mo ohne Nennung eines Ziels ("wir gehn ein Bier trinken...") mitgeschleppt und sind am Freitag zum Linux-Stammtisch der Linux Usergroup Lörrach gefahren. Das Treffen war eigentlich ganz gut besucht, neben 6 regulären Mitgliedern (zu denen erstaunlicherweise auch eine Frau gehört - da könnte die Luusa sich auch mal daran orientieren) haben sich ein Amateurfunker mit Linuxinteresse und eine Lehrerin des grössten Lörracher Gymnasiums eingefunden um einen Vortrag über GnuPG und CaCert zu hören und gemütlich über Linux zu fachsimpeln. Interessant war der Besuch der Lehrerin. Ihre Schule bietet wohl recht erfolgreich Arbeitsgemeinschaften an und da sich mehrere Schüler eine Linux-AG gewünscht haben wurde nun nach fachkundiger Unterstützung gesucht. Die Initiative dieser Schule finde ich sehr gut - ich werde versuchen ihre Arbeit im Linuxumfeld weiter zu verfolgen. Die Lug ist in einem Verein organisiert, was der Veranstaltung einen bürokratischen Unterton gegeben hat - da gefällt mir der anarchistische Ansatz der Luusa deutlich besser. Der Altersdurchschnitt der Lug ist auch höher als bei der Luusa, Lörrach ist eben keine Studentenstadt und die meisten Geeks sind wohl wie Phil und ich fürs Studium in eine andere Stadt gezogen. Es war jedenfalls interessant mal Geeks zu treffen, die sich nicht aus faulen Studenten, verpeilten wissenschaftlichen Mitarbeitern und überarbeiteten Selbstständigen rekrutieren. Tuesday, July 4. 2006Done
"It's always better on holiday
So much better on holiday That's why we only work when We need the money" Franz Ferdinand - Jacqueline Mehr gibts auch nicht zu sagen - Ferien Wednesday, June 28. 2006FrOSCon '06
Das alles umschreibt die FrOSCon 2006 oberflächlich betrachtet wohl recht gut. Es ist jetzt gar nicht so einfach darüber was zu schreiben, denn obwohl ich den nötigen Schlaf nachgeholt habe und eigentlich auch Zeit gehabt hätte meine Gedanken zu sammeln, irgendwie kann ich keinen wirklich klaren Gedanken dazu fassen - tausende von Eindrücken, Bildern und Emotionen schwirren immernoch an meinem geistigen Auge vorbei. Aber um das Event vielleicht auch mal aus Orga-Sicht zusammen zu fassen: Eine ganz große Sache. Es freut mich ungemein, dass sowohl Helfer, als auch Speaker und Teilnehmer wohl alle den Eindruck hatten, sie seien auf einem Familientreffen gelandet: entspannte Atmosphäre, viel Spass, interessante Unterhaltungen... Wir haben also wirklich erreicht, was wir erreichen wollten. Im öffentlichen Wiki zur Konferenz werden auch die Meinungen anderer Teilnehmer gesammelt, wer sich also davon überzeugen möchte, dass er ein ganz großes Event verpasst hat kann mal die verschiedenen Foto-Alben durchschauen oder andere Blogs zum Thema lesen. Jetzt geht ersteinmal für mich der Stress weiter, ich muss noch eine Seminararbeit schreiben und nächste Woche noch eine Prüfung ablegen und dann gibts auch für mich ersteinmal den Wohlverdienten Urlaub. Saturday, June 24. 2006FrOSCon - jetzt gehts los
Ja, in ein paar Stunden ist es endlich soweit: Die erste Free and Open Source Software Conference öffnet ihre Pforten.
Wir haben jetzt so lange darauf hin gearbeitet und bald wird es soweit sein. Und schon bevor die ganze Sache eigentlich los geht bin ich schon super überrascht worden. Ich meine, ich habe Hilfe von den verschiedensten Stellen erwartet, aber was in den letzten beiden Tagen von so vielen Leute schon geleistet wurde ist einfach unglaublich. An dieser Stelle schon mal danke an Chris für die geduldige und prompte Unterstützung, an Addy, Finn und all die anderen der vergangenen Stunden für ihr Durchhaltevermögen - das Event muss einfach groß werden. Schön ist eben auch die Gelegenheit alte Bekannte wieder zu treffen. Christian hat mit mir heute die Verkabelungsaktion gemacht, mit dem Thiesen habe ich nen Bier getrunken... herrlich. Jetzt muss ich aber auch schnell mal ins Bett, ich bin super müde, wenn auch aufgeregt und meine Füße schmerzen höllisch. p.s. Danke an den unbekannten niederländischen Boten, der uns um 01.23 Uhr noch die 1300 (k)Ubuntu-CDs geliefert hat (natürlich auch ein Dankeschön an Canonical) p.p.s Das Netz läuft! Sunday, June 11. 2006Learn to Program
Titel: Learn to Program
Author: Chris Pine Verlag: The Pragmatic Programmers ISBN: 0-9766940-4-2 Preis: 19.00 Euro Learn to Program ist ein Buch für - wer hätte es gedacht - Einsteiger im Bereich des Programmierens. In der gewohnt lockeren Art der Pragmatic Programmers wird der Leser an die Hand genommen und an einem Punkt abgeholt, an dem selbst der Begriff des Algorithmus noch unbekannt ist. Schritt für Schritt wird der Leser an die Programmierung heran geführt, so dass zum Ende des Buchs schon objekt-orientiert programmiert werden kann. Was dieses Buch von anderen Büchern dieser Art abhebt ist Ruby. Damit ist es -soweit ich weiß- das erste Buch was Ruby als erste Programmiersprache lehrt. Mit einer Leichtigkeit geht es von Kapitel zu Kapitel, was neben Chris Pine, meiner Meinung nach hauptsächlich an Ruby liegt. Ich komme immer mehr zur Überzeugung, dass Ruby ein guter Start für jeden Programmieranfänger ist. Wie gut das Buch für einen absoluten Beginner geeignet ist, kann ich nicht beurteilen - mir waren sowohl die Konzepte objekt-orientierter Programmierung noch Ruby nicht unbekannt. Ich glaube aber das Buch ist ein guter Anfang für die Programmierer von morgen. Sunday, June 11. 2006
My Job Went to India (... and all I ... Posted by leh
in Bücher at
17:32
Comments (0) Trackbacks (0) My Job Went to India (... and all I got was this lousy book)
Titel: My Job Went to India - 52 Ways to Save Your Job
Author: Chad Fowler Verlag: The Pragmatic Programmers ISBN: 0-9766940-1-8 Preis: 19.00 Euro Der reiserische Titel und das Cover verraten eigentlich schon worum es geht: In Zeiten von Offshoring und geplatzten IT-Blasen kämpfen viele Programmierer, Software-Entwickler (oder wie man die Leute auch immer nennen mag) um ihren Arbeitsplatz. Ob sich die von Herrn Fowler beschriebene Situation der US-amerikanischen Entwickler 1:1 auf europäische oder deutsche Entwickler übertragen lässt kann ich zwar nicht beurteilen, aber das ist meiner Ansicht nach auch nicht so wichtig. In diesem Buch werden 52 Tipps und Strategien vorgestellt, wie man ein besserer Mensch - oder um das etwas einzuschränken - wie man ein besserer Entwickler wird. Das hört sich wahrscheinlich hochgradig seltsam an. Aber ein motivierter Angestellter, Team-Kollege oder Chef, der sein berufliches Umfeld respektiert und zur Produktivität seines Projektes entscheidend beiträgt ist eben nicht die Person, auf die als erstes verzichtet werden wird. Die meisten Tipps sind auf eine gewisse Art selbstverständlich und transportieren auf den ersten Blick nicht viel neues. Chad Fowler beleuchtet die verschiedenen Themen aus verschiedenen Blickwinkeln, so dass man eben auch die Sicht von Nicht-ITlern zu einem gewissen Grad erfahren kann. Dieser Umstand stellt einen guten Ausgangspunkt dar um sich und sein Handeln kritisch zu hinterfragen. Andere Strategien stellen Selbstverständliches dar über das ich bisher aber nie wirklich nachgedacht habe. So rät Chad Fowler zum Engagement in Open Source Projekten und zeigt wie man davon profitieren kann: Neben dem Spassfaktor qualifiziert einen dies in verschiedenen Disziplinen der technischen und nicht-techschnischen Fähigkeiten die für einen potentiellen Arbeitgeber überaus interessant sind. Durch Chad Fowlers Erfahrung als Mitglied eines Offshoringteams, was ihn für mehrere Monate nach Bangalore führte, bietet das Buch ganz nebenbei noch einen interessanten Einblick in die indische (IT-)Kultur. Mehr als einmal war musste ich feststellen, dass ich nicht ganz frei von Vorurteilen bin Es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen - ob ich davon profitiert habe wird sich zeigen Saturday, June 10. 2006
Gimme fuel, gimme fire, gimme that ... Posted by leh
in Allgemein at
14:01
Comments (0) Trackbacks (0) Gimme fuel, gimme fire, gimme that which I desire......Turn on, I see red Frei nach Metallica (die mich hoffentlich für das Zitieren ihrer Lyrics nicht verklagen) möchte ich hier kurz ein weiteres schönes Projekt aus der Ruby-Community vorstellen: Nitro - "Nitro is an efficient, yet simple engine for developing professional Web Applications using the Ruby language." Nitro dürfte für alle interessant sein, denen CGI zu low-level und Rails zu bloated ist. Es bietet eine saubere MVC-Architektur, ein Templating-System, einen super schlanken OR-Mapper namens Og und den obligatorischen Web 2.0 Support. Schaut euch mal das Video an und freut euch über die Einfachheit. Friday, June 2. 2006Der Erpel ist gelandet
*Trommelwirbel* *Fanfare*
Dapper Drake wurde released! *Tusch* Ich will dazu gar nicht viel schreiben, das meiste wurde von Herrn Shuttleworth, heise und golem eh schon gesagt. Ich nutze Dapper nun schon ein paar Monate und kann nur bestätigen dass es sich um ein Hochglanz-Release handelt. Es trägt zudem noch den Zusatz "LTS", was für Long Time Support steht. Wem also Sarge schon zu alt geworden ist (ja, ich weiß, Testing wird im Dezember stable Friday, May 26. 2006OpenWRT: Quo vadis?
Ich verfolge das OpenWRT nun jetzt schon über ein Jahr, manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger. Einmal hätte ich fast ein Paket dafür gebaut, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich finde das Projekt cool, die OpenWRT-Leute haben wirklich viel Arbeit in das Projekt gesteckt. Aber von Anfang an fehlte dem Projekt etwas essentielles: Verlässlichkeit. Am Anfang hatte ich dafür Verständnis, es gab viel zu tun, Treiber, Kernel und Pakete mussten angepasst werden. Und rechtzeitig zu Weihnachten 05 sollte ja das offizielle White Russian Release kommen. Das ist nicht geschehn und das ist symptomatisch für das Projekt. Ich hab jetzt einige Vorträge von Waldemar und einen Vortrag von Felix (beides Entwickler bei OpenWRT) miterlebt und neben den üblichen Fragen ("Wir mein Siemens SE505 auch unterstützt?") kamen auch immer die Fragen von Leuten deren Lebensaufgabe nicht darin bestand OpenWRT zu hacken. Fragen wie "Wie laufen Updates?", "Was ist mit meinen Configfiles nach dem Update?" und "Ihr habt die VLAN-Configuration verändert, wie läuft das nun?". Das zeigt das recht viele Leute OpenWRT ernst nehmen und die damit ausgestatteten Router gerne Produktiv einsetzen wollen. Aber das scheint mir derzeit mit OpenWRT nicht machbar zu sein. Und so wie es aussieht wird das in der nächsten Zeit auch nicht passieren. Das OpenWRT Projekt hat noch immer keine stabile Version veröffentlicht, selbst das Feature-Freeze scheint noch in weiter Ferne zu sein. Das Projekt hat auch noch keine Antwort auf die Fragen nach Migrationsplänen und Updatekonzepten, die für den produktiven Einsatz aber so wichtig wären. Das Projekt ist sehr vielversprechend gestartet aber die Featuregeilheit und Verspieltheit der Entwickler scheint dem Ziel, eine zuverlässige, stabile und berechenbare Linuxdistribution für Embedded-Geräte zu entwickeln wirklich im Wege zu stehn. Ein weiterer Punkt der mich immer schon gewundert hat ist die enorm schlechte Ausenwirkung des Projekts. Wo immer ich hin komme sehe ich Leute die OpenWRT einsetzen. Auf den heise-Newsticker schaffen es sogar kleinere Projekte wie dd-wrt, von OpenWRT war, mal abgesehen von der Lizenzgeschichte mit Sveasoft, nicht viel zu lesen. Bis heute gibt es keine Mailingliste über die ich Kontakt mit den Developern aufnehmen könnte. Vielleicht planen die OpenWRT-Leute irgendetwas großartiges, was ihre Geheimniskrämerei rechtfertigen würde. Wenn dem nicht so ist verpassen sie jedenfalls die Chance Nutzer und potentielle Entwickler enger an das Projekt zu binden. Und ehe man sich versieht kommt ein anderes Projekt und füllt diese, wie soll ich sagen, emotionale Kluft zwischen Projekt und seinen Nutzern und Entwicklern. Ich wünsche mir jedenfalls, daß das Projekt seinen derzeitigen Kurs nochmal herumreisen kann und ich in einem Jahr eine stabile und planbare Linuxdistribution auf meinen Routern laufen lassen kann. |
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